Pressemitteilung des Wieser Verlages anlässlich des Bachmanpreises an Maja Haderlap!
Der Drava Verlag darf sich zu Recht rühmen, mit der Herausgabe des ersen Bandes der Gedichte von Maja Haderlap - unter dem Titel Žalik pesmi (1983) -, der "Entdecker" der Bachmannpreisträgerin 2011 zu sein. Das ist 28 Jahre her, und soviel Zeit ist auch vergangen, bis die slowenischsprachige Literatur im deutsprachigen Raum auf sich die Aufmerksamkeit ziehen konnte und angekommen zu sein scheint.
In diesen Jahren waren es das beharrliche Schreiben von Florjan Lipuš und der anderen Bergarbeiter und Wegbereiter der slowenischen Literatur, wie auch Peter Handkes Wirken - vom "Wunschlosen Unglück" über "Die Wiederholung" bis zu "Immer noch Sturm" - die den morastigen Boden der Wahrnehmung befestigt und begehbar gemacht haben, - über die Übersetzung von Florjan Lipuš, den Peter Handke mit Helga Mračnikar 1981 ins Deutsche brachte bis zum kürzlich vergebenen Petrarca-Preis an Lipuš.
Erst ein in deutscher Sprache geschriebenes Werk konnte sich Gehör verschaffen und wird im Stande sein, die anderen Werke samt ihren Übersetzungen in die breite Welt der Anerkennung mitzunehmen. Es ist eine Ironie der Geschichte, die jedoch nur die Erfahrung von Monsieur Erval, dem legendären Programmchef des Verlags Gallimar in Paris, bestätigt, der mir 1982 sagte: Sie müssen einen langen Atem haben, wollen sie Lipuš und die Anderen slowenischen Autorinnen und Autoren durchsetzen und bekannt machen.
Die Durststrecke scheint vorbei zu sein. Maja Haderlap sei Dank!
Ihr und der slowenischen Literatur gratuliere ich von Herzen!
Wie schon France Prešern, der Goethe der Slowenen, gedichtet hat:
Žive naj vsi narodi / ki hrepen dočakat dan...
Es leben alle Völker / die sehnend warten auf den Tag...
Es leben alle Völker,
ki hrepené dočakat’ dan, die sehnend warten auf den Tag,
Es leben alle Völker,
ki hrepené dočakat’ dan, die sehnend warten auf den Tag,
Es leben alle Völker,
ki hrepené dočakat’ dan, die sehnend warten auf den Tag,
Lojze Wieser
Leuven/Löwen bei Brüssel, am 12. Juli 2011
In diesen Jahren waren es das beharrliche Schreiben von Florjan Lipuš und der anderen Bergarbeiter und Wegbereiter der slowenischen Literatur, wie auch Peter Handkes Wirken - vom "Wunschlosen Unglück" über "Die Wiederholung" bis zu "Immer noch Sturm" - die den morastigen Boden der Wahrnehmung befestigt und begehbar gemacht haben, - über die Übersetzung von Florjan Lipuš, den Peter Handke mit Helga Mračnikar 1981 ins Deutsche brachte bis zum kürzlich vergebenen Petrarca-Preis an Lipuš.
Erst ein in deutscher Sprache geschriebenes Werk konnte sich Gehör verschaffen und wird im Stande sein, die anderen Werke samt ihren Übersetzungen in die breite Welt der Anerkennung mitzunehmen. Es ist eine Ironie der Geschichte, die jedoch nur die Erfahrung von Monsieur Erval, dem legendären Programmchef des Verlags Gallimar in Paris, bestätigt, der mir 1982 sagte: Sie müssen einen langen Atem haben, wollen sie Lipuš und die Anderen slowenischen Autorinnen und Autoren durchsetzen und bekannt machen.
Die Durststrecke scheint vorbei zu sein. Maja Haderlap sei Dank!
Ihr und der slowenischen Literatur gratuliere ich von Herzen!
Wie schon France Prešern, der Goethe der Slowenen, gedichtet hat:
Žive naj vsi narodi / ki hrepen dočakat dan...
Es leben alle Völker / die sehnend warten auf den Tag...
Es leben alle Völker,
ki hrepené dočakat’ dan, die sehnend warten auf den Tag,
Es leben alle Völker,
ki hrepené dočakat’ dan, die sehnend warten auf den Tag,
Es leben alle Völker,
ki hrepené dočakat’ dan, die sehnend warten auf den Tag,
Lojze Wieser
Leuven/Löwen bei Brüssel, am 12. Juli 2011






